Skip to the navigation Skip to the content

Anreise/Anfahrt

Bilder der Person

Foto Karl Bernhard Bamler

Karl Bernhard Bamler

Geboren am 29.10.1865 in Gross-Cammin
Gestorben am 27.03.1926 in Essen
Beruf(/-e):

Dr.phil. Oberlehrer; Luftfahrtpionier, Meteorologe,Ballonfahrer


Ehrenbürger: Nein

Vita

Karl Bernhard Bamler wurde am 29. Oktober 1865 in Gross-Cammin, preussische Provinz Brandenburg, als Sohn des Lehrers Traugott Bernhard Bamler geboren. Ein Jahr später kommt Schwester Marie Louise zur Welt. Die Mutter stirbt früh. Aus einer zweiten Ehe, die Bernhard Bamler eingeht, gehen fünf Halbgeschwister hervor. Nach dem Krieg 1870/1871 wird Bamlers Onkel Karl Kreis-Schulinspektor in Colmar, nimmt den kleinen Karl zu sich und schickt ihn auf die Realschule. 1874 wird Karl nach Gebweiler in Pension gegeben und erwirbt 1884 am Realgymnasium sein Reifezeugnis.

Am 1. Oktober 1886 wird Karl Bamler zum einjährigen Militärdienst nach Straßburg eingezogen. Zum Wintersemester 1887 erfolgt die Immatrikulation an der neu gegründeten Kaiser Wilhelm Universität zu Straßburg. Ein Semester studiert er in Berlin, bevor er 1993 sein Staatsexamen für den höheren Schuldienst in Straßburg ablegt.Nach dem Studium tritt er zunächst für ein Jahr eine Stelle als Assistent beim meteorologischen Landesdienst Straßburg an. Dessen Leiter, Dr. Hugo Hergesell, infiziert Karl mit seiner Passion für Meteorologie und Ballonfahrt. Nach Lehrtätigkeiten in Straßburg und Hagenau erfolgt 1896 die Versetzung nach Essen, 1897 an das Gymnasium Barmen. Nach seiner Promotion 1898 erfolgt die Festanstellung als Oberlehrer . Zum 1. April 1906 erfolgt die Versetzung an das Polygymnasium Essen, das spätere Helmholtzgymnasium. Hier unterrichtet er mit Ausnahme seiner kriegsbedingten Verwendung und der zeitweisen Abstellung zum Aufbau der Wetterwarte bis zu seinem Tod im Jahre 1926.

Die Bedeutung Prof. Dr. Karl Bernhard Bamlers liegt in seinen außerschulischen Aktivitäten. Der Meteorologe und Luftfahrtpionier ist einer der ganz großen Förderer der Luftfahrt in Westdeutschland und ganz speziell in Essen.

Familie:

Karl Bernhard Bamler heiratet in Barmen am 30. März 1901 seine Cousine Erna Noll, die am 1. Januar 1902 Sohn Karl Albrecht zur Welt bringt. Erna Bamler stirbt am 17. Januar 1904. Am 1. September 1906 heiratet Karl Bamler die junge Witwe eines englischen Grafen und Professors, Hilde Spatz. Diese Ehe bleibt kinderlos. Hilde Bamler bleibt auch nach dem frühen Tod Karl Bamlers dem Luftsport verbunden, zumal sie eine der ersten Ballonfahrerscheine für Frauen erwirbt. Am 14. Mai 1962 stirbt Hilde Bamler in ihrenm Haus in Essen-Stadtwald. Die Nachkommen des Sohnes aus erster Ehe, vier Kinder, wohnen zum Teil noch im Haus Karl Bamlers.

Spuren in Essen:

1920 gründett Fa. Krupp eine "Bamler-Stiftung" zur Förderung der Wissenschaftlichen Ballonfahrt. Am 26. August 1927 ehrt die Stadt Essen den verstorbenen Prof. Bamler durch Namensgebung einer großen Straße in Altenessen und dem Nordviertel, der Stätte einer ehemaligen Ballonfüllstation.

Die Stadt Wuppertal ehrte Prof. Bamler am 12. Mai 1927 durch Benennung der "Karl-Bamler-Straße", angrenzend an den Flughafen Langerfeld. 1927 war der Platz noch Füllstation für Ballone.

Ebenfalls 1927 wird ein Ballon der Essener Section auf den Namen "Bamler" getauft.

Literatur

Karl Bamler. Dissertation 1895 "Straßburger Temperaturmittel nach 100-jährigen Beobachtungen"

Karl Bamler: Veröffentlichungen 1895 in der "Meteorologischen Zeitschrift".

Karl Bamler: Zahlreiche Veröffentlichungen in der "Illustrierte Aeronautische Nachrichten"

Blätter des Helmholtz-Realgymnasiums 1926

Bernhard Bamler: Helmholtz Gymnasium Jahrbuch 1989

Erwin Dickhoff: "Essener Köpfe".

Johannes P. Stoll: Die Luftangriffe auf die Zeppelinhalle in Düsseldorf 1914.

Werkauswahl

Werke und Leistungen:

Im Dezember 1902 gründen Karl Bamler und weitere den Niederrheinischen Verein für Luftfahrt, wenige Tage später den Deutschen Luftfahrerverband DLV. Von 1903 bis 1913 ist Prof. Bamler im Vorstand des DLV. Karl Bamler und Viktor Niemeyer nehmen am 14. August 1905 an der Gründung der Federation Aeronautique International FAI teil. Alle vorgenannten Organisationen existieren heute noch.

1909 wird Prof. Dr. Bamler seiner Verdienste wegen in die Internationale Kommission für wissenschaftliche Luftfahrt in Monaco berufen.

Am 1. April 1913 wird in Essen ein Meteorologisches Observatorium gegründet. Leiter wird der spiritus rector Prof. Bamler, der sich für zwei Jahre vom Schuldienst beurlauben lässt. Die heutige Wetterwarte DWD an der Wallneyer Straße in Essen-Bredeney und die Wetterwarte auf dem Kahlen Asten sind direkte Nachfolger der von Karl Bamler gegründeten Institutionen.

Grab

Ehrengrab: Nein
Friedhof: Friedhof Rellinghausen